Der Berliner Asyl-Verein für Obdachlose
Der Berliner Asyl-Verein für Obdachlose. Die Auseinandersetzung um die Obdachlosigkeit im Kaiserreich
- Lesung
Winfried Ripp liest aus seinem Buch „Der Berliner Asyl-Verein für Obdachlose. Die Auseinandersetzung um die Obdachlosigkeit im Kaiserreich“ (Metropol-Verlag). Die Studie widmet sich der Geschichte des 1868 gegründeten Berliner Asylvereins, der aus bürgerlicher Initiative hervorging und zu den wichtigsten Einrichtungen der Armenfürsorge im Kaiserreich zählte.
Im Zentrum steht die Frage, wie Obdachlosigkeit im 19. Jahrhundert wahrgenommen, politisch verhandelt und praktisch organisiert wurde. Dabei zeichnet das Buch nicht nur die institutionelle Entwicklung des Vereins nach, sondern beleuchtet auch die sozialen Konflikte, moralischen Vorstellungen und ordnungspolitischen Interessen, die den Umgang mit Wohnungslosigkeit bestimmten.
Ein besonderer Fokus liegt in Ripps Buch auf den Berliner Asylen selbst – ihren Strukturen, ihrem Alltag und den Menschen, die sie nutzten. Eines der wichtigsten Häuser befand sich in der Büschingstraße in Friedrichshain. Kurator dieses Asyls und Vorsitzender des Vereins war Paul Singer, der die Arbeit entscheidend mitprägte.
Der Paul-Singer-Verein hat die Publikation unterstützt.
Moderation: Martin Düspohl
Ort: Projektraum in der Alten Feuerwache, Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin
Teilnahme kostenlos
Bitte anmelden – begrenzte Kapazität