Heckerzug in Baden

Heckerzug in Baden

Innerhalb des Deutschen Bunds blieb die Revolution nicht auf Preußen, Bayern und die Habsburgermonarchie begrenzt. In Baden fand schon am 27. Februar 1848 die Mannheimer Volksversammlung statt. Sie markiert den Beginn der Badischen Revolution. In den Folgewochen wurde das Großherzogtum Baden zu einem zentralen Schauplatz radikaldemokratischer Bestrebungen im Deutschen Bund. Es gilt bis heute als Wiege der Demokratie in Deutschland. Revolutionäre wie Friedrich Hecker und Gustav Struve versuchten zusammen mit anderen Radikaldemokrat:innen im April 1848 die Fürstenherrschaft zu beseitigen und riefen vergeblich die Republik aus.

Am 13. April sammelten sich bewaffnete Aufständische (Freischärler genannt) in Konstanz und zogen von dort in Richtung der badischen Hauptstadt Karlsruhe. Nach ersten Erfolgen wurden die Revolutionstruppen in Gefechten mit badischen und hessischen Truppen, die von dem in Österreich militärisch ausgebildeten General Friedrich von Gagern angeführt wurden, bei Kandern geschlagen. Gagern kam bei den Kämpfen ums Leben, Hecker und Struve mussten in die benachbarte Schweiz flüchten.

Trotz der aussichtslosen Situation gab es weitere Aufstände in Freiburg sowie Gefechte auf der Rheinbrücke in Mannheim. Ein letzter Trupp der im Volksmund nach dem Revolutionsführer als „Heckerzug „bezeichneten Revolutionsarmee musste sich am 27. April bei Dossenbach östlich von Lörrach geschlagen geben.