Pfälzer Aufstand
Pfälzer Aufstand
Als die Revolution an vielen Orten Europas Mitte des Jahres 1949 bereits niedergeschlagen oder zumindest ins Stocken geraten war, begann auf dem Gebiet des Deutschen Bundes eine erneute Protestwelle. In vielen Staaten forderten Demokrat:innen die Anerkennung der Verfassung, die am 28. März 1849 von der Nationalversammlung in der Paulskirche verabschiedet worden war – so in der bayrischen Pfalz im Mai und Juni 1849. Dabei forderten sie die Abspaltung der Pfalz vom Königreich Bayern.
Die gewaltsamen Auseinandersetzungen nahmen ihren Ausgang am 1. Mai 1849. Mitglieder und Sympathisant:innen demokratischer Vereine in der Pfalz kamen in Kaiserslautern zusammen. In der Fruchthalle sprachen sie über aktuelle politische Herausforderungen. Sie bildeten einen Verteidigungsausschuss und wollten die Volksbewaffnung als Grundlage für den Unabhängigkeitskampf organisieren.
Zwischen regierungstreuen und revolutionären Truppen brachen Kämpfe aus. In der Nacht auf den 21. Mai belagerten revolutionäre Einheiten die Festung Landau. Den Aufständischen gelang es jedoch nicht, die Festung zu stürmen und einzunehmen. Bundestruppen konnten am 14. Juni 1849 den pfälzischen Aufstand zerschlagen. Bei Gefechten in Kirchheimbolanden starben dutzende Revolutionäre, andere wurden gefangen genommen. In den Folgetagen kam es zu weiteren militärischen Niederlagen. Am 19. Juni 1849 zogen sich die letzten revolutionären Militäreinheiten der Pfalz über die Knielinger Rheinbrücke nach Baden zurück.