Schillerhaus
Schillerhaus
Der Dichter Friedrich Schiller wurde in den 1830er Jahren Zentralgestirn einer aufgehenden nationalen Euphorie. Aussagen in seinen Werken wurden jetzt unter dem Lichte der Forderungen der Revolution gelesen. Überall im Land kam es zu Gründungen vonSchillervereinen. So auch in Leipzig unter Robert Blum. Nachdem er 1832 in Leipzig angekommen war, organisierte er im November 1840 das erste Leipziger Schillerfest und hielt dort eine Rede. Blum vermischte gezielt die Begeisterung für Schiller mit Forderungen aus dem demokratisch-liberalen Lager nach Presse- und Redefreiheit. 1842 wurde der Schillerverein unter ihm gegründet. Auf dessen Initiative konnte 1841 das Gohliser Bauernhaus, in dem Schiller 1785 gewohnt hatte, zum Erinnerungsort an den Dichter werden. Der Verein ließ eine Ehrenpforte mit Gedenktafel errichten, die noch heute zu sehen ist: „Hier wohnte Schiller und schrieb das Lied an die Freude im Jahre 1785.“
Das Schillerhaus ist heute ein Museum, in dem auch diese Gründungsgeschichte erzählt wird.